Kinderarmut

Die Kinderarmut in Uslar beträgt ca. 15 % (siehe Sozialbericht 2016, Wegweiser Kommune der Bertelsmann Stiftung).

Kinderarmut wird weiterhin als Ursache der Unterversorgung in wichtigen Lebensbereichen wie Ernährung, Gesundheit und Wohnen verantwortlich gemacht.

Sie kann zu eingeschränkten Entwicklungs- und Bildungschancen bei den betroffenen Kindern führen.

Die Armut der Eltern ist die Armut der Kinder.  

Die meisten Betroffenen leben von Hartz IV oder beziehen andere Sozialleistungen als Unterstützung zum Lebensunterhalt, wie z. B. Wohngeld oder Kinderzuschlag.

Bei Alleinerziehenden oder auch kinderreichen Familien besteht ein erhöhtes Armutsrisiko.

Aber auch Familien mit niedrigen Einkommen können gefährdet sein, durch ständig ansteigende Lebenshaltungskosten. Diese Familien haben meistens keinen Anspruch auf Sozialleistungen.

Mangelnde gesunde Ernährung, bezahlbarer Wohnraum, mit den Freunden „mithalten“ können sind zentrale Probleme, die aus der Armut resultieren.

Gesunde Ernährung ist teuer. Hierfür fehlt das Geld.

 

Was bedeutet Kinderarmut auf dem Land?

Kinderarmut in einer strukturschwachen Region schränkt die Möglichkeiten der Teilhabe von benachteiligten Kindern noch stärker ein.  

Die Mobilität in der ländlichen Region und die Scham sich „zu outen“ und dadurch Ausgrenzung zu erfahren wird oft unterschätzt.

Auf dem Land gibt es keine S- und U-Bahn-Verbindungen. Die Familien haben oft für ein Auto kein Geld. Sie sind auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen. Aber diese Busse und Bahnen fahren nicht regelmäßig und die Preise sind höher. Sozialtickets gibt es nicht.  

Die benötigten Fachärzte sind oft nur in 40 km Entfernung erreichbar. Oftmals werden Termine aus Kostengründen abgesagt, was z.T. zum Abbruch wichtiger Therapien führen kann.

Sozialen Wohnraum gibt es nicht oder nicht genug.

Alle Gemeinschaftsveranstaltungen an Schulen/ Kitas kosten Geld.

Handys, die richtigen Markenklamotten,…. -ansonsten droht Ausgrenzung – sind weitere Probleme.

Getreu dem Motto: Es gibt weiterhin viel zu tun, packen wir es an!

Dafür machen wir uns weiterhin stark.